Steitz Secura Arbeitsschuhe – Weiten statt Einheitsleisten
Steitz Secura aus Kirchheimbolanden in der Pfalz löst ein Problem, das die meisten Hersteller ignorieren: Füße unterscheiden sich nicht nur in der Länge. Nahezu jedes Modell der laufenden Kollektion gibt es zu jeder Größe in vier Weiten – S für schmal, NB für normal, XB für weit und XXB für extraweit. Dazu kommt ein herausnehmbares Wechselfußbett und mit STEITZ MED ein Programm für baumustergeprüfte orthopädische Zurichtungen.
Verfügbare Weiten und Größen prüfen:
Steitz Secura Arbeitsschuhe bei Amazon ansehenVier Weiten je Länge – und warum das etwas anderes ist als eine Nummer größer
| Kürzel | Bedeutung | Passt, wenn |
|---|---|---|
| S | schmal | der Fuß im Standardschuh seitlich rutscht und die Ferse pumpt |
| NB | normal | Standardleisten ohne Druckstellen sitzt |
| XB | weit | der Ballen seitlich anliegt und die Schnürung kaum zugeht |
| XXB | extraweit | Ballenumfang oder Fußvolumen deutlich über der Norm liegen |
Der übliche Notbehelf bei zu engem Vorfuß ist eine halbe oder ganze Nummer mehr Länge. Das schafft Platz an der falschen Stelle: Die Zehenschutzkappe rückt nach vorn und sitzt dann nicht mehr über den Zehen, sondern vor ihnen – bei einem Aufprall trifft die Last die Zehenspitzen statt der Kappenwölbung. Zusätzlich wandert die Abrollkante der Sohle hinter die Zehengrundgelenke, und die Ferse bekommt Spiel. Eine breitere Weite in derselben Länge behebt genau das. Miss vor der Bestellung Fußlänge und Ballenumfang am stehenden, belasteten Fuß am späten Nachmittag.
Das Wechselfußbett: mehr als eine herausnehmbare Einlegesohle
Ein Wechselfußbett ist Volumensteuerung. Ein flaches Fußbett gibt Raum frei für eine dickere Einlage, ein voluminöseres füllt einen zu weiten Schuh auf, ohne dass du kleiner kaufen musst. Steitz Secura bietet Fußbetten in unterschiedlichen Ausführungen an, unter anderem mit auf das Körpergewicht abgestimmter Dämpfung – schwerere Träger brauchen mehr Rückstellkraft, sonst ist das Material nach wenigen Monaten durchgesessen.
Ein Punkt wird dabei regelmäßig übersehen: Bei antistatischen und ESD-fähigen Schuhen läuft die Ableitkette durch das Fußbett. Tauschst du es gegen ein beliebiges Drogerie-Modell, kann der Widerstand über die zulässige Grenze steigen und der Schuh ist im ESD-Bereich nicht mehr zulässig. Zur Erinnerung: Antistatik erlaubt 0,1 bis 1000 MΩ, ESD nach IEC 61340-5-1 verlangt unter 35 MΩ. Details dazu stehen unter ESD-Arbeitsschuhe.
Orthopädische Zurichtung: was dafür nötig ist
Ein Sicherheitsschuh darf nicht einfach in der nächsten Werkstatt umgebaut werden. Nach DGUV Regel 112-191 ist eine orthopädische Zurichtung nur zulässig, wenn der Hersteller den Grundschuh dafür freigegeben hat und die zugerichtete Ausführung als Baumuster geprüft wurde. Dazu gehören Vorgaben für Einlagen, Sohlenerhöhungen, Abrollhilfen und Pufferabsätze. Ausgeführt wird die Arbeit von der Orthopädie-Schuhtechnik, die den Schuh anschließend neu kennzeichnet.
Genau hier liegt die Rolle von STEITZ MED: Das Programm reicht von extrabreiten Zehenschutzkappen über zertifizierte Zurichtungen bis zur Versorgung mit orthopädischen Einlagen, abgestimmt mit Betriebsärzten. Für Betriebe heißt das, dass ein Beschäftigter mit Diabetes-Fuß, Fersensporn oder Beinlängendifferenz im regulären Sortiment bleiben kann, statt eine Sonderanfertigung zu brauchen.
Für wen sich die Marke lohnt
Passt: alle, bei denen Standardschuhe seitlich drücken oder in der Ferse schlappen; Einlagenträger; Betriebe, die eine ganze Belegschaft mit einem Modell und vier Weiten versorgen wollen statt mit vier Marken. Weniger passt: Wer einen unauffälligen Sneaker fürs Büro-Werkstatt-Mischprofil sucht, findet bei sportlicher orientierten Herstellern mehr Auswahl. Und wer nur breit braucht, ohne medizinischen Hintergrund, kommt oft auch mit dem Weitensystem von Atlas oder allgemein mit breiten Arbeitsschuhen ans Ziel.
- Marken-ÜbersichtHersteller nach Stärken sortiert
- BaakFußgesundheit über die Abrollmechanik
- AbebaHygienebereich und weiße Modelle
- KennzeichnungenWas auf dem Schaft steht
Häufige Fragen
Wie finde ich meine Weite heraus?
Umfang an der breitesten Stelle des Ballens mit einem Maßband messen, dabei stehen und das Gewicht auf beide Füße verteilen. Diesen Wert zusammen mit der Fußlänge gegen die Weitentabelle des Herstellers halten. Zwei Füße unterscheiden sich fast immer – maßgeblich ist der größere.
Bezahlt der Arbeitgeber eine orthopädische Zurichtung?
Die Bereitstellung geeigneter Sicherheitsschuhe ist Sache des Arbeitgebers. Bei medizinisch begründetem Mehrbedarf beteiligen sich in der Praxis häufig Unfallversicherungsträger oder Rentenversicherung. Der Weg führt über Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit, nicht über den Schuhkauf auf eigene Faust.
Darf ich meine eigenen Einlagen einlegen?
Nur, wenn sie für Sicherheitsschuhe zugelassen und mit dem konkreten Modell geprüft sind. Eine beliebige Sporteinlage verändert Volumen, Fersenhöhe und bei ESD-Schuhen den Ableitwiderstand – damit ist die Baumusterprüfung des Schuhs nicht mehr gedeckt.